Nachwuchsforschende

Das Exzellenzcluster möchte Förderstrukturen für Nachwuchsforschende bestmöglich weiterentwickeln.

Zu diesem Zweck wurden spezielle Formate konzipiert, die es Nachwuchsforschenden ermöglichen, einen wertvollen Beitrag zur Arbeit des Clusters zu leisten und sich gleichzeitig im Arbeitsfeld Menschenrechte – innerhalb wie außerhalb der Wissenschaft – beruflich weiterzuentwickeln. 

Postdoc-Programm

Nachwuchsforschende aus verschiedenen Fachrichtungen können Teil des Forschungsclusters werden, um sich auf eine Karriere sowohl in der Wissenschaft als auch in der Menschenrechtspraxis vorzubereiten.

Postdocs betreiben eigenständige Forschung und beteiligen sich aktiv an der gemeinsamen Arbeit, die im multidisziplinärem Team des Clusters entsteht. Über die Forschungsmöglichkeiten hinaus profitieren Postdocs von einem umfassenden Förderprogramm. Dazu gehören unter anderem maßgeschneiderte Fortbildungen zur Kompetenz- und beruflichen Weiterentwicklung in Bereichen wie Forschungsdatenmanagement, wissenschaftliches Publizieren, Antragstellung, Open Science und Öffentlichkeitsarbeit. Postdocs haben zudem die Möglichkeit, ihre methodischen Fähigkeiten und Mentoring-Kompetenzen zu erweitern, während sie gleichzeitig Unterstützung bei der Vorbereitung ihrer Forschungsaufenthalte oder beim Kontakt zu Praxisorganisationen erhalten. Sie werden ermutigt, einen sinnvollen Beitrag zu den internationalen Konferenzen und Retreats des Clusters zu leisten und daran teilzunehmen, was die Möglichkeiten für Networking, Engagement und Austausch mit Forschenden und Praktizierenden fördert. Das Cluster wächst jedes Jahr um weitere Postdocs, was nicht nur die Forschungsaktivität stärkt, sondern auch ein stetig wachsendes Netzwerk im Bereich der Menschenrechtsforschung schafft.

Eine Frau mit Brille erklärt etwas während einer Diskussion.
Dr. Maria Jose Luque, Koordinatorin des Postdoc-Programms

Promotionsprogramm

Das Promotionsprogramm des Exzellenzclusters „Transforming Human Rights“ bietet einen strukturierten vierjährigen Rahmen, innerhalb dessen Promovierende mit den methodischen und inhaltlichen Kompetenzen ausgestattet werden, um die Schnittstellen zwischen globalen Megatrends und Menschenrechten zu erforschen (siehe Abbildung).

Eine Grafik, die den vierjährigen Ablauf des Promotionsprogramms darstellt.

Abbildung: Die vier Phasen des Promotionsprogramms

Das Programm basiert auf multi- und transdisziplinärer Forschung und widmet das erste Jahr dem Aufbau einer gemeinsamen Wissensbasis und grundlegender Forschungskompetenzen. Im zweiten Jahr liegt der Schwerpunkt auf Spezialisierung, individueller Feldforschung und gezielter Betreuung. Im dritten Jahr fokussieren sich die Promovierenden auf das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten und den akademischen Austausch, indem sie eine internationale Konferenz mit den Partnerinstitutionen des Clusters organisieren. Das vierte Jahr dient vor allem der Fertigstellung der Dissertation, der Wissenschaftskommunikation und der Erkundung von Karrierewegen, u.a. gemeinsam mit Menschenrechtspraktizierenden. Nach Abschluss des Programms werden die Nachwuchsforschenden Teil des aktiven Alumni-Netzwerks des Clusters und erhalten damit Informationen zu Fördermöglichkeiten, Kurzzeitstipendien und langfristigen Kooperationsmöglichkeiten, um die Menschenrechtsforschung und -praxis weiter voranzubringen.

Weitere Informationen finden Sie in den häufig gestellten Fragen zum Doktorandenprogramm (auf Englisch).

Eine Frau lächelt während einer Diskussion.
Lama Ranjous, Koordinatorin des Doktorandenprogramms

Akademisches Förderprogramm

Das akademische Förderprogramm bietet ein einjähriges befristetes Stipendium zur Förderung hochqualifizierter Promovierender aus unterrepräsentierten Bevölkerungsgruppen und trägt damit zur unverzichtbaren Vielfalt in der Menschenrechtsforschung bei. Jedes Jahr nominieren die Partnerinstitutionen des Exzellenzclusters jeweils zwei talentierte Forschende – in der Regel im zweiten oder dritten Studienjahr –, deren Projekte mit dem interdisziplinären Schwerpunkt des Clusters übereinstimmen: Wie verändern globale Megatrends wie Autokratisierung, wirtschaftliche Globalisierung, Migration, Umweltkrisen und Digitalisierung die Menschenrechtsnormen. Um langfristige Stabilität zu gewährleisten und akademische Prekarität oder einen Braindrain zu verhindern, werden die ausgewählten Personen in das Promotionsprogramm des Clusters integriert, bleiben aber weiterhin an ihren Heimatinstitutionen eingeschrieben, was eine nahtlose Rückkehr in ihre ursprünglichen Studiengänge garantiert, sobald ihr Jahr im Cluster abgeschlossen ist.

Eine Gruppe von fünf Personen versammelt sich um einen Laptop für eine Diskussion.

Alumni-Netzwerk

Nach Abschluss ihrer Tätigkeit im Cluster können alle Nachwuchsforschenden dem Alumni-Netzwerk des Clusters beitreten und von den damit verbundenen Möglichkeiten zur Vernetzung und Mitwirkung profitieren. Das Alumni-Netzwerk fördert nicht nur den weiteren Austausch innerhalb des Cluster-Netzwerks, sondern unterstützt auch die aktive Mitwirkung der Alumni an Cluster-Veranstaltungen sowie die Entwicklung laufender Kooperationsprojekte zwischen dem Cluster und der neuen Einrichtung der Alumni.

Ein Gebäude von außen und ein Kunstobjekt.